HTC Kohle als CO₂ neutraler Brennstoff

Weltweit stehen fast unbegrenzte Mengen von organischen Reststoffen zur Verfügung, die heute kaum oder nur sehr ineffizient genutzt werden. Mit der Hydrothermalen Carbonisierung können viele dieser Reststoffe sinnvoll in einen hochwertigen, CO₂-neutralen Brennstoff – die Biokohle – umgewandelt werden.

Für die Herstellung von HTC-Biokohle geeignete Reststoffe (Auswahl):

  • Grün- und Grasschnitt
  • Laub
  • Biotonne
  • Reste aus der Lebensmittelproduktion, wie z.B. Citrusschalen
  • Biertreber und andere Trester
  • Festmist und Gülle
  • Landwirtschaftliche Reststoffe

Viele dieser Reststoffe, insbesondere Laub, Grün- und Grasschnitt und die Biotonne werden heute nur traditionellen Entsorgungs- und Nutzungswegen zugeführt. So wird bei der Kompostierung ein Großteil des in der Biomasse gebundenen Kohlenstoffs in CO₂ umgewandelt und in die Atmosphäre freigesetzt. Eine im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz erstellte Studie zur klimaschonenden Verwertung von Mähgut und Laub in Berlin (www.stadtentwicklung.berlin.de/.../studie_maehgut.pdf) weist der klassischen Kompostierung eine Klimabelastung von bis zu 50 kg CO₂ pro Tonne Input zu, während für die Hydrothermale Carbonisierung eine Klimaentlastung von bis zu 500 kg CO₂ pro Tonne Input ausgewiesen wird.