Klärschlammentsorgung mit HTC

In Deutschland fallen pro Jahr ca. 2 Millionen Tonnen Klärschlamm (Trockensubstanz TS) an. Diese Klärschlämme müssen aufwendig und teuer entsorgt werden. Gemäß einer Veröffentlichung des Bundesumweltamtes wurden 2010 ca. 30 % der Menge auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht, ca. 53 % in unterschiedlichen Anlagen verbrannt und ca. 17 % in den Landschaftsbau verbracht.

Die entstehenden Kosten sind dabei enorm: Die Gesamtkosten inkl. der Kosten für Entwässerung und Transport liegen zwischen 120 € und 375 € je Tonne TS bei der landwirtschaftlichen Ausbringung und zwischen 180 € und 400 € je Tonne TS bei der thermischen Klärschlamm-Monoverbrennung.

Die hohen Kosten, insbesondere bei der thermischen Verwertung, resultieren maßgeblich aus dem hohen Wassergehalt des Klärschlamms, seinem damit verbundenen geringen Heizwert und seinen sehr schlechten Entwässerungseigenschaften. Diese Kostenstruktur wird sich voraussichtlich in den nächsten Jahren noch verschärfen, da die Aufbringung von Klärschlamm auf Flächen des ökologischen Landbaus verboten ist und auch die Aufbringung auf andere landwirtschaftliche Flächen in der Diskussion steht. EU-weit müssen aktuell ca. 9 Millionen Tonnen (TS) Klärschlamm jährlich entsorgt werden.

Die CS-HTC90™-Anlage von carbonSolutions eignet sich hervorragend zur Behandlung von Klärschlämmen aller Art. Die Schlämme werden mit unserer Technologie in 90 Minuten in eine Kohleslurry umgewandelt, die sich, im Gegensatz zum ursprünglichen Schlamm, hervorragend, rein mechanisch und ohne Zusätze, auf ca. 70 % TS entwässern lässt. Das abgepresste Prozesswasser wird nach der Behandlung mit carbonPure™ einfach wieder der Kläranlage zugeführt.

Die Vorteile im Einzelnen:

  • CS-HTC90™: Klärschlammbehandlung in nur 90 Minuten
  • Hygienisierung des Klärschlamms aufgrund der Prozessparameter
  • Hervorragende Entwässerungseigenschaften der Kohleslurry
  • Reduktion der ursprünglichen Klärschlammmenge auf ca. ¼ Klärschlammkohle
  • „positiver“ Heizwert der Kohlepresslinge
  • Gute Integrierbarkeit der Anlage auf die Kläranlage
  • Geringer Flächenbedarf
  • Möglichkeit der Phosphatrückgewinnung bleibt erhalten
  • Wirtschaftliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Verfahren