Eine der dringendsten Fragen, die uns heute beschäftigen, ist: Wie können wir den CO₂-Ausstoß, der für die Erderwärmung und den Klimawandel verantwortlich ist, reduzieren? Viele Verfahren und Ideen sind dazu bereits entwickelt worden – mit unterschiedlichem Erfolg. Das HTC-Verfahren dürfte das gegenwärtig erfolgreichste sein, denn es schlägt andere Verfahren um Längen: Es ist äußerst effizient und technisch so einfach, dass es auch in Entwicklungsländern zum Einsatz kommen wird. Außerdem werden weder Ackerland und angebaute Nutzpflanzen, die die Weltbevölkerung satt machen könnten, verschwendet. Stattdessen arbeitet HTC mit Biomasse, die wir ohnehin entsorgen müssten oder die wir nur sehr ineffizient nutzen.

Kompostiert man Grünschnitt und Bioabfälle entweicht enorm viel CO₂ in die Atmosphäre. Verarbeitet man sie dagegen mit dem Verfahren der Hydrothermalen Carbonisierung, wird der Kohlenstoff nachhaltig gebunden, die Erdatmosphäre entlastet. Die HTC-Produkte selbst kann man zum elementaren Nutzen der Menschheit anwenden: zum Beispiel als Humus zur Verbesserung der Qualität von Äckern oder zur Nutzbarmachung von kargen oder brandgerodeten Flächen. Da bei der Hydrothermalen Carbonisierung ein Großteil des Kohlenstoffes in der Biokohle gebunden wird, entsteht kaum CO₂, das in die Atmosphäre freigesetzt wird – ein entscheidender Vorteil gegenüber vielen anderen Verfahren.